Begriffe in der Abfolge des Textes

Wut

  • Wut, um etwas von sich fernzuhalten

Menschliche Gene

  • Menschliche Gene sind wesentlich flexibler, als wir glauben. Sie nehmen in demselben Maße wahr, wie sie agieren. Wenn sich eine Verletzung erst einmal in den Genen niedergeschlagen hat, agieren diese anders und verzerren die Erinnerung.
    Dadurch bleibt sie unvollständig. Es entsteht eine Lücke in der Erinnerung. Und der Dämon des Traumas nisten sich ein, unbemerkt von unserem Bewusstsein.

Quelle des Leids

Wenn sie sich von der Quelle des Leids distanzieren, dann bringen Sie sich um die Chance, sich zu ändern.

Schmerz

Selbst wenn man sich nicht erinnern kann, die Gene erinnern sich ganz genau, und der Schmerz bleibt, bis er geheilt wird. Die Dämonen des Traumas beschaffen sich dadurch Nahrung, indem sie mehr Schmerz erzeugen.

Lücke in der Erinnerung

Wenn wir etwas nicht akzeptieren, entsteht eine Lücke in der Erinnerung. Daraus entsteht eine nicht integrierte Verkörperung.

Sieg über den Dämon

Es gibt unterschiedliche Dämonen, je nach dem Alter des Patienten und der schwere des erlittenen Traumas. Es gibt drei Gründe, warum es für jeden lebenswichtig ist, den Kampf gegen die Dämonen des Traumas zu gewinnen.

  • Erstens, weil der Sieg über die Dämonen Heilung bedeutet, er beseitigt das Unglück und heilt Krankheiten. Krankheiten sind das Mittel, mit dessen Hilfe der Organismus versucht, das Trauma auf eigene Faust zu bekämpfen. Es treten viele Heilerfolge dann ein, wenn der Patient in der Lage ist, die Wurzel des Traumas auszumerzen.
  • Zweitens glauben wir unter Berufung auf unsere Tradition, dass alles was wir tun, mit den Generationen vor uns zusammenhängt und sich auf die Generationen nach uns auswirkt. Es sind dann die Menschen, die genau dann ihrem Trauma gemäß handelten und auf diese Weise Hilfe suchen, wenn ihre Kinder das Alter erreichen, indem sie selbst die Verletzungen erfahren hatten.
  • Drittens, wenn sich die Knoten im Laufe unseres Lebens nicht lösen, wird das nach unserem physischen Tod geschehen. Und es spielt keine Rolle, ob man an ein Leben nach dem Tode glaubt oder nicht. (Fegefeuer)

Wissen

Für alles Wissen gilt, dass man es nicht erlangt, in dem man beschließt, es zu erwerben. Man muss seine persönliche Erfahrungen dagegen eintauschen.
Nicht Zufälle, sondern ihre Erfahrungen, die danach streben, in Wisen umgewandelt zu werden, führen einen an den Ort.

Geometrische Muster

Man muss die geometrischen Muster entschlüsseln, die die Wahrnehmung steuern.
Die Muster müssen durch bessere ersetzt werden. (Mandalas)

Traumatische Knoten

Die Dämonen werden einen quälen, bis man die Knoten in der Erinnerung auflöst und sich befreit. Es spielt dabei keine Rolle, ob man an ein Leben nach dem Tod glaubt oder nicht. Wenn sich die traumatischen Knoten im Laufe des Lebens nicht lösen, wird es nach dem physischen Tod geschehen. (Fegefeuer).
In den Tod eintreten, heißt in die Zeit eintreten.

Magie

Menschen, die wirklich mit Magie umgehen, denken sehr wohl über den Tod nach und über das, was jenseits des Todes liegt. Denn sie wissen, dass sie die meisten Geheimnisse des Lebens nur dann aufdecken können, wenn sie sich mit dem Raum jenseits des Todes vertraut machen.

Dämonen

Dämonen des Traumas sind die Geschöpfe der Psyche, die Verkörperung der Verletzungen, die man angesammelt hat und bisher nicht heilen konnte.

Raum für Heilungsprozesse

Alle haben einen Raum in sich, in dem der Heilungsprozess stattfinden kann und indem er bei jedem stattfindet - obwohl man sich dessen nicht im geringsten bewusst ist. In diesem Raum erlebt man seine Träume. Er dient dazu, jeden vor seinen Traumata und seinen Geistern zu schützen und sie von diesen zu heilen. Der Raum der Träume ist auch der Ursprung der Magie.

Traumheiler

Traumheiler arbeiten mit der Wiederherstellung der Erinnerung in Träumen und lassen so in den Erinnerungsträumen und in der Erinnerung keinen Raum mehr für die Dämonen des Traumas, wenn sie geheilt sind.
Traumheiler bringen den Menschen bei, ihren Traumatas ins Gesicht zu sehen und zu sagen:

  • - ich kenne dich
  • - ich kenne deinen Namen

So schützen sie sich davor, dass sie von den Dämonen zerstört werden.

Nicht geheilte traumatische Erfahrungen

Nicht geheilte traumatische Erfahrungen, die ein Eigenleben entwickeln, mutieren zu Dämonen. Sie werden von Generation zu Generation weitergegeben. Wenn sie nicht geheilt werden, wachsen sie, verbinden sich miteinander, beschleunigen und verstärken einander und entwickeln sich zu kollektiven Wesen.

Übergangsrituale

In traditionellen Kulturen spielen Übergangsrituale eine große Rolle. Bevor ein Mensch in ein anderes Lebensstadium wechselt, muss er einen Initiationsritus durchlaufen, der im Prinzip alle traumatischen Knoten der Vergangenheit löst und den Weg für die Zukunft frei macht.

Moderner Gesellschaft, Übergangsrituale

In der modernen Zivilisation sind die Übergangsrituale verloren gegangen. Die moderne Gesellschaft besitzt keine Mittel, um ihre Mitglieder von traumatischen Erinnerungen zu befreien. Sie häufen sich dann auf einer kollektiven Ebene an und ergeben kollektive Dämonen. Dort können sie sehr gefährlich werden.

Magie

Um ans Ziel zu gelangen, muss man wissen, was andere Menschen als Magie erfahren. Es reicht nicht, zu erkennen, dass Magie (Heilung) sich auf einem inneren Schauplatz abspielt. Es gibt eine Vielzahl innerer Schauplätze, man braucht eine Landkarte. Man kann die Plätze für sich selbst entdecken und von all ihren Leiden geheilt werden. Dann erst kann man zu einem Heiler für die eigenen Leute werden und zur Heilung beitragen und die damit verbundenen Veränderungen über die ganze Welt verbreiten.

Eigener Erinnerung

Man muss in seine eigene Erinnerungen eintauchen und von dort Kontakt zu der Wahrnehmung des anderen aufnehmen, so dass eine Brücke entsteht.

Verdrängen

Man wird wütend auf sich selbst, wenn man spürt, dass man nun gezwungen ist, Dingen ins Auge zu sehen, die zu übersehen man sich offenbar die größte Mühe gegeben hat.(verdrängen)

Dämmerzustand

Man wagt sich nicht zu bewegen, aus Angst, der Dämmerzustand könnte sich flüchtigen. Man wünscht sich, dieses schläfrige Gefühl würde ewig andauern und einen davontragen in einen Zustand des Vergessens, in dem es nichts gab, keine Menschen, keine Angst und keine Fragen.

Energie

Es geht nicht um die Bedeutung und Inhalt, wenn man mit Menschen kommuniziert. Man spürt die Energie. Man sieht, wie sie fließt, wo sie langsamer wird, wo Hindernisse sind, und wo sie sich im Kreis dreht und Knoten in der Dynamik eines Lebens produziert. Knoten können schließlich töten.

Depression

Wenn man sich der Depression unterwirft, verrät man seine Energie und gibt sich auf. Es gibt immer Kräfte um einen herum, die diese Energie benutzen wollen. Wenn man sich weigert den schmerzhaften Koloss zu erforschen, wird er sich in einem verfestigen und wird einen um die Gabe bringen, zu heilen. Man wird nicht mehr in der Lage sein, Menschen zu heilen, wenn man sich weigert, sich selbst zu heilen.

Verletzungen

Wenn sich Verletzungen wie ungelöste Knoten festsetzen, werden sie zu Brutkästen böser Dämonen, die sich erneuern und ernähren. Es wird ein Dämon, der seit vielen Generationen in der genetischen Gedächtniskette der Vorfahren nur auf seine Chance wartet. Er wird sich aus dem kollektiven Gedächtnis der Vorfahren erheben und ein eigenes Leben als Dämon der Angst beginnen. Er wird das Leben vergiften.

Bewusstsein vom Dämon

Wenn man kein Bewusstsein von den Dämonen des Traumas oder den Gedächtnisdämonen hat, gelingt einem eine Heilung nur zufällig, ohne dass man versteht was man tut, oder man verschafft dem Patienten lediglich eine vorübergehende Erleichterung, die nicht lange vorhält. Wenn man tatsächlich heilen will, muss man begreifen, was jene Dämonen antreibt. Man muss lernen, sie zu erkennen und zu jagen. Man muss stark genug werden, den Kampf gegen sie zu gewinnen.

Gleichgewicht

Die Grundvoraussetzung, um Gleichgewicht herzustellen, ist die Fähigkeit, die Beschaffenheit der Umgebung zu erkennen. Jede Zeit hat seine eigene Bestimmung.

Disziplin

Es ist die Disziplin, die einen lehrt, den Raum zu verwandeln, in dem man die Zeit als Verbündeten benutzt. Die Ängste sind in Räumen enthalten, die so angeordnet sind, das man sie für unbestreitbare Realitäten hält.
Wenn man z.B. über ein Hochseil läuft, wird der Raum verwandelt. Man glaubt in dem Moment nicht, dass man auf dem Boden lebt; man glaubt, dass man sich im Himmel bewegt. Man lebt im Himmel und springt auf die Erde.
Man kommt aus der Zukunft an den Ort in der Vergangenheit.
Man verändert die Vergangenheit der Menschen, in dem man ihnen vom Himmel die Energie der Zukunft bringt.

Gesichter

Für jede Art von Magie braucht man zwei Gesichter. Die Arbeit mit dem zweiten Gesicht ist die Arbeit mit dem Gesicht des Todes.

Realität

Es ist ein neues Gefühl, in ein Mysterium einzutauchen, in die intensive Gewissheit, das ein rätselhaftes Reich der Magie eröffnet wird. Es ist der Spiegel der Welt.
Die Traumstadt spiegelt die normale Welt wieder, die man weit hinter sich läßt.
Sie spiegelt sich als eine weit entfernte Illusion, und sie beginnt einem diejenigen Seiten der Realität zu zeigen, die man bisher nicht hatte wahrnehmen können.
Aber man spürt auch, dass diese Seiten der Realität auch eine Gefahr bergen, und allmählich beginnt sich hinter aller Aufregung und Erwartung auch Angst zu regen.
Je tiefer man in den Schlaf fällt, desto stärker wird die Angst.
Der ganze Körper wird zu einem Boot, das in den Wellen eines unbekannten Ozeans treibt.
Dann kommt ein Moment, in dem eine riesige Traumwelle einen überspült, das Bot des Körpers mit in die Tiefe reißt und alle Sicherheitsleinen kappt.

Traum

Man taucht in den Traum hinein und versucht, daran zu denken, dass alles, was man jetzt erlebt nur ein Traum ist und man sich keinerlei Sorgen zu machen braucht, dass man sich ausruhen und entspannen kann.
Das Zimmer verwandelt sich zuerst in ein Rohr und dann in einen langen Tunnel, der mit einem Raum verbunden war.
Überraschenderweise fliegt man mit Leichtigkeit durch diesen Tunnel.
Man fliegt durch die Luft und stellt fest, dass man träumt und man sich dennoch seiner selbst bewusst ist.
Die Qualität der Bewegung ist eine andere als sonst. Es ist, als würde die Fluggeschwindigkeit von den unsichtbaren Händen eines anderen gesteuert.
Jemand stützt das Bewusstsein innerhalb des Traums und hilft, die Geschwindigkeit des Fluges zu regulieren.
Dieser unsichtbare jemand bringt einen zu der Erkenntnis, dass man ein ganz bestimmtes Tempo einhalten muss, um seine Konzentration aufrecht zu erhalten und weiter zu fliegen.
Wenn man zu langsam flöge, würde die Wirklichkeit um einen herum zerplatzen, und man würde sein Traumbewusstsein verlieren.
Wen man einen Moment lang versucht, die Umgebung wahrzunehmen, wird auf der Stelle das Traumbewusstsein schwächer. Man muss aufpassen, dass man es in diesem Moment den Traum nicht verliert.
Eine unsichtbare Kraft lenkt die Aufmerksamkeit wieder auf den Körper, und man begreift, dass man, um weiterfliegen zu können, Bewegungen mit den Händen und dem Körper machen muss. Wenn man sich daran hält, stellte sich die Konzentration von selbst wieder ein, gestützt von den vielfältigen Wahrnehmungen des Körpers.
Die Farben der Traumbilder können so leuchtend werden, dass man sich anstrengen muss, sie einfach nur wahrzunehmen, ohne Vergleiche anzustellen oder Schlüsse aus diesem Anblick zu ziehen.
Der Schwung der Flugbewegung kann einen bis an den Rand eines Steilhangs tragen.
Die Weite, die sich vor einem auftut, übt einen starken Sog aus.
Durch den Körper pulsiert dann noch immer der Drang zu fliegen. Aber um weiter zu fliegen, muss man in den Abgrund springen. Man muss sich vom festen Boden abstoßen und sich fallen lassen.
Es kan seinn, das dann Angst den Magen zuschnürt und einen nicht mehr los läßt.
Man kann versuchen, sie zu überwinden und sich auf das beim Fliegen empfundene ekstatische Gefühl zu besinnen, aber Körper kann sich auf einmal ganz schwer anfühlen. Jetzt spürte man, dass man abstürzen könnte.
Das ist doch nur ein Traum, sagt man sich, und dieser Gedanke schneidet wie eine scharfe Klinge durch das Bewusstsein. Es trennt alles wieder in die linke und rechte Hälfte, und man begreift, dass sich danach gleich alles in Luft aufauflösen würde.

Bewusstsein

Bei einem Balanceakt darf keiner Angst haben.
Genauso muss es in unserem Bewusstsein organisiert werden, um ein volles Potenzial entwickeln zu können.
Die rechte und die linke Seite des Gehirns müssen ausgeglichen sein, wenn sie vom mittleren Teil des Gehirns zu einer anderen Erfahrung getragen werden, die notwendig ist.
Die Asymmetrie zwischen den Funktionen der rechten und linken Gehirnhälfte werden durch das Vorhandensein einer dritten Kraft überwunden, die in der Lage ist, Beziehung und Kommunikation miteinander zu koordinieren.
Die dritte Kraft ist das Kleinhirn.
Zwar laufen in diesem Teil des Gehirns die meisten Nervenenden zusammen, dennoch wird das Kleinhirn als ein Organ für die Koordination des Bewegungsapparates betrachtet. Natürlich ist das Kleinhirn zuständig für den äußeren Bewegungsapparat, aber ebenso ist es beteiligt an der Organisation innerer Prozesse. Und das beinhaltet auch die Vorstellungskraft, die Träume, die Erinnerungen.

Gleichgewicht

Durch ein heftiges Durcheinander von Gedanken gerät ein Körper aus dem Gleichgewicht. Man muss dann das Gleichgewicht wieder finden. Dazu verlagert man einfach, ohne nachzudenken, die Aufmerksamkeit in den Hinterkopf, dorthin, wo das Kleinhirn seinen Sitz hat, und versucht es als das Zentrum des Bewusstseins wahrzunehmen.
In dem Moment, wenn die Konzentration auf das Kleinhirn gelingt, entsteht ein Bewegungsimpuls zu gehen, ohne nachzudenken.
Dieser Impuls ist dann so überwältigend, dass man ihm nicht widerstehen kann.

Unmittelbare Erfahrung

Wenn man einmal das tiefere Verständnis einer unmittelbaren Erfahrung gewonnen hat, erscheint sie einem plötzlich so einfach, dass man sich wundert, es nicht eher erkannt zu haben.

Bewegungsunterschied

Es gibt einen Unterschied zwischen einer reinen Bewegung und einer Bewegung, die durch die Last der Erinnerung kompliziert wird.

  • Bei der reinen Bewegungen steht die notwendige Energie frei zur Verfügung.
  • Bei komplizierten Bewegungen schleppt man außer dem Körper ein enormes Gewicht einer mentalen Konstrukten mit sich herum.

Deshalb sind manche Erfahrungen schwern zu meistern. Sie kommen immer wieder zu einem zurückgekehrt, weil man die Bewegung aufgrund der mit ihr verbundenen Last der Erinnerung nicht vollenden kann.
Das gilt auch für Beziehungen: Eine Beziehung mit der Last der Erinnerung, ist eine komplizierte Beziehung. Man schleppt auch hierbei ein enormes Gewicht an mentalen Konstruktionen mit sich.

Erinnerungsdämon

Im Falle der traumatischen Erfahrung, die einen Erinnerungsdämon erzeugt hat, wird das Gewicht der Erinnerung zu einem aktiven Hindernis, nicht nur zu einer schrecklichen Last. Es wird zu einer merkwürdigen Kraft im Körper, die sich einem in den Weg stellt, wenn man durch die Erfahrung hindurch gehen will und versucht, sie zu Ende zuführen. Diese Kraft liegt in jedem und sorgt immer wieder für schmerzhafte Zustände. Sie zwingt einen, diese Schmerz zu umkreisen, anstatt einfach weg zu gehen und sie hinter sich zu lassen. Es ist beinahe so, als lebt in einem ein zweites Selbst, dessen man sich nicht bewusst ist.

Verschlimmerung 142

Wenn man sich auf einen Prozess einlässt, fühlt man sich mit all diesen Gefühlen unausgeglichen, die aus dem Nichts auf einen einstürmen.
Normalerweise hat man sich mehr unter Kontrolle und kennt sich ganz gut.
Der neue Zustand beunruhigt einen und man versteht nicht, was mit einem los ist. Genau das ist es was man durchstehen muss.
Jetzt muss man die Angst und die Depression verstärken, sie auf die Spitze treiben, um davon geheilt werden zu können.
Die Gefühle zeigen, dass man begonnen hat, wirklich durch die Erinnerungsräume zu gehen und die Analogie der Bewegung für die Verarbeitung der Erinnerung zu benutzen.

Bilder 142

Es gibt in unserer Erinnerung keine wichtigen und unwichtigen Bilder.
Sie haben unterschiedliche Bedeutungen, die unser Gedächtnis ihnen verleiht, um uns in die Irre zuführen.
Das Bild ist der Schlüssel zu einem bestimmten Raum der Erinnerung, der jeweils mit einem anderen Raum in Verbindung steht.
Man trägt Erinnerungsräume in sich, die ineinander verschachtelt sind. Womöglich sind einige Räume infiziert von einem Erinnerungsdämon, der gelernt hat, sich hinter verschiedenen Bilder im Gedächtnis zu verstecken, um ständig verletzen zu können.

Reaktionen auf Traumata 144

Es gibt zwei Möglichkeiten, auf ein Traumata zu reagieren. Beide werden häufig gleichzeitig erfahren, aber tatsächlich repräsentieren sie gegensätzliche Prozesse.

Es gibt zwei verschiedene Typen von Erinnerungsdämonen, die hinter diesen gegensätzlichen Gefühlen stehen, und sie erfordern zwei verschiedene Arten der Heilung.
Wenn man diese beiden Gefühle gleichzeitig erlebt, ist eines davon dominant, und es ist wichtig zu erkennen, um welches es sich handelt.

Ursprung der Gefühle 144

Die Gefühle repräsentieren verschiedene Prozesse, weil sie sich im Ursprung ihrer Entstehung unterscheiden. Man hat es mit zwei grundsätzlichen, psychologischen Prozessen zu tun, die unserere Erfahrungen bestimmen.
Jede Erfahrung, die man macht, setzt sich zusammen aus den Elementen Handlung und Wahrnehmung.

  1. Handlung meint nicht nur körperliche Bewegungen, sondern ebenso innerer Bewegung-Gedanken, Vorstellungen, Absichten
  2. Wahrnehmung ist sowohl ein äußerer als auch ein innerer Vorgang.

Beide Prozesse wirken ständig aufeinander ein und rufen durch ihre Kombination die persönlichen Erfahrungen ins Leben.

Wahrnehmung, Handlung 144

Beide Prozesse wirken ständig aufeinander ein und rufen durch ihre Kombination unsere persönlichen Erfahrungen ins Leben.
Wenn man verletzt wird, wird einer der beiden Prozesse ausgelöst.

  1. Wenn die Wahrnehmung verletzt wird, empfinden man Angst.

Das hängt sehr damit zusammen wie man von anderen wahrgenommen wird und damit, was uns andere zufügen.

  1. Depressionen resultieren aus verletzenden Handlungen und entwickeln sich, weil man annimmt, dass die imaginären oder tatsächlichen Handlungen oder Nichthandlungen falsch waren.

Schmerz 145

Schmerz wird verursacht durch die Annahme, dass irgend etwas das man getan oder unterlassen hat, falsch war, und deshalb fühlt man sich schuldig.

Verdrängen 145

Man ist irritiert und verunsichert, wenn man die Wahrnehmung auf etwas lenkt, was man eigentlich vergessen will. Was zählt, sind Traurigkeit und Schuldgefühle.

Reine Wahrnehmung 146, 147

Man versetzt sich in einen, der die Wahrnehmung als Rolle hat.
Man richtet den Augenmerk jetzt nicht auf den Hinterkopf, sondern auf das Gesicht.
Das Zentrum der Wahrnehmung befindet sich auf der Augenhöhe.
Wenn man sich darauf konzentriert und darauf achtet, dass die Aufmerksamkeit nicht wieder auf den Hinterkopf zurückspringt kann man eine Wahrnehmung erfahren, ohne sich in den Räumen der Erinnerung zu verirren. (ohne zu retraumatisieren).
Während man die Augen schließt, stürmen tausend Gedanken, Assoziationen und Fragen auf das Bewusstsein ein.
Mit etwas Anstrengung lenkt man die Aufmerksamkeit auf das Gesicht, bis man den Bereich der Augen mit großer Intensität wahrnimmt.
Wenn es einem gelingt, die Konzentrationen aufrechtzuerhalten, erlebt man sein Selbst ganz anders als man gewohnt ist.
Man ist Zuschauer, man ist das Wesen, das immer in den Augen lebt.
Man ist sich seiner Umgebung bewusst und nimmt alles so deutlich war, als wären die Augen offen und als sähe man alles um sich herum.
Nichts bleibt der Wahrnehmung dann verborgen.

Heilen 147

Wenn man Traurigkeit erlebt, ist das ein sicheres Anzeichen dafür, dass das Trauma auf einem verletzenden Handeln oder Nichthandeln basiert. Um davon geheilt zu werden, muss man den gegenteiligen Prozess aktivieren. Man muss die Erinnerung dadurch heilen, dass man mit der Wahrnehmung arbeitet.
Man verbindet sich zunächst mit dem Gefühl und bewahrt es.
Dann versucht man das Bewusstsein auf die Höhe der Augen zu erheben.
Man verlässt den Raum des Gedächtnisses, aus dem das Gefühl stammt und wird zum Betrachter.
Man muss darauf achten, dass das Gefühl nicht gänzlich verfliegt.
Als Beobachter muss man gleichzeitig das Gefühl in seinem Herzen spüren. (Traurigkeit). Es ist wichtig alles andere wahrzunehmen, ohne in die Traurigkeit zurückzufallen.

Traurigkeit und Heilung 150

Es ist wichtig, konzentriert zu bleiben und gleichzeitig das Erleben aufrechtzuerhalten. Dadurch verstärkt sich automatisch das Gefühl von Traurigkeit und öffnet gleichzeitig ein Bild. Mit diesem Bild folgt man von da ab intensiv der Geschichte.

Trauer und Geschichte 157

Die Geschichte, die jemand dann erzählt, ist eine Schicht über der Trauer.
Wenn man tiefer in den Raum eindringt, als dort oder wo das traurige Gefühl entspringt, dann hat man die Erinnerung wiedergewonnen.

Schuldig sein 158

Man glaubt, man hätte anders handeln können. Heute weiß man, dass es damals nicht so war. Dennoch sagt das Gefühl, man ist schuldig.

Irreversibel und Trauma 158

Die Tatsache, dass das Trauma irreversibel ist, macht es noch schmerzlicher. Die Unumkehrbarkeit gibt einem ein Gefühl der Machtlosigkeit.
Es tut so weh, weil man sich die Schuld gibt, es nicht verhindert zu haben und weil man es nicht rückgängig machen kann.
Das Trauma ist aber nicht so irreversibel, wie es der Kopf es annimmt.
Das Gefühl der Unumkehrbarkeit resultiert aus dem begrenzten Verständnis von der Bedeutung des Todes.
Man braucht keine Angst vor dem Tod zu haben, obwohl dieser Ort viel mit dem Tod zu tun hat. Dieser Ort gehört zu den wenigen, an dem Menschen bewusst mit dem Tod arbeiten. Sie haben im Laufe der Zeit eine Menge Erfahrungen gesammelt.
Die Menschen wissen, dass das Leben von Traum und Tod ein und dasselbe ist, dass der Unterschied nur in der Intensität liegt.
Traumheiler haben vor allem mit Träumen gearbeitet, weil sie dadurch lernten, den Tod zu kontrollieren.

Tod, kontrollieren 159

Der Tod ist eine subjektive Erfahrung. Wenn man Angst vor dem Tod hat, ist das nicht die Angst davor, dass einem etwas weh tut. Man fürchtet sich davor, wie man das empfindet, was man Tod nennt.
Das ist eine rein subjektive Erfahrung.
Subjektive Erfahrung ist etwas, dass man durchaus kontrollieren kann, wenn man es gelernt hat. Dasselbe gilt auch für Träume

Wissen erlangen 159

Die einzige Möglichkeit Wissen zu erlangen, besteht im Austausch. Man muss seine ganze Persönlichkeit einsetzen. Wissen kann man nicht erlangen, indem man beschließt, es zu erwerben. Man muss die Geschichten des Ortes und der Menschen, die dort leben erfahren. Das gehört zum Teil des Austausches. Die Geschichten der Menschen müssen wieder erzählt werden, um die eigenen Erfahrungen zu neuem Leben zu erwecken, die eigene Transformation zu Ende zu bringen und den Transformationsprozess derjenigen die die Geschichte hören, zu beschleunigen.(Eucharistiefeier)

Traumata vergangener Generationen 160

Die Traumata vergangener Generationen leben in den Nachkommen fort, auch wenn sich die meisten Menschen das nicht bewusst sind. Die alten Geschichten erzählen heißt, die Traumata aufzuheben. Orte brauchen uns, damit wir ihre Geschichte erzählen.

Neid, Spaltung 162, 166

Der Neid ist etwas, das alles zerstört.
Wird das Gedächtnis gespalten, entstehen viele Schatten.
Am Ende der Einheit steht die Spaltung. Spaltungen können mit Symbolen aufgehoben werden.

Swastika, Hakenkreuz 167

Die Swastika ist ein sehr mächtiges Symbol, dass die Spaltung unserer Psyche aufheben kann. Seine vier Arme verbinden die Linke und die rechte Hälfte unseres Gehirns und stellen dadurch eine Verbindung zwischen Gegenwart und Vergangenheit her. Außerdem verbinden die Arme das Handeln und die Wahrnehmung auf eine Weise, die sie von unseren normalen Erfahrung unterscheiden, so dass im Zentrum des Symbols ein Gefühl von Einheit entsteht.
Diese Erfahrung zerfällt nicht in verschiedene Erinnerungsräume, sondern dient als Tor zu der Zeit, als die Sinne ungeteilt waren.
Das Symbol des Swastika spielt eine wichtige Rolle in der Tradition der Traumheilung. Ihre Arme verbinden Gegenwart und Vergangenheit, Handeln und Wahrnehmung auf eine besondere Art und Weise, und ihr Zentrum steht in direktem Zusammenhang mit allen Erinnerungsebenen.
Wenn man es versteht, dieses Symbol zu aktivieren und damit zu arbeiten, dient das Zentrum des Symbols als Tor zum Raum der Träume.
In diesem Raum sind alle Erinnerungen, die je gespeichert wurden, miteinander verbunden, und in diesem Raum kann man sie erreichen und umwandeln.
Im Zentrum existieren keine Schatten.
Es steht mit jeder im Gedächtnis gespeicherten Erfahrung in direktem Kontakt.
Im Zentrum dieses Symbols ist das Tor zum Raum der Träume, und wenn man es versteht, damit zu arbeiten, ermöglicht es eine bestimmte Art von Träumen: luzide Träume, in denen Handlung und Wahrnehmung auf eine Weise eins sind, die sich völlig von unserer normalen Erfahrung unterscheidet.

Luzide Träume, Orgasmus 167, 168

Im normalen Leben gibt es nur eine Erfahrung, bei der Handeln und Wahrnehmung, Vergangenheit und Gegenwart eins sind wie in luziden Träumen.
Das ist die Erfahrung des Orgasmus.
Seine Einheit kann auch benutzt werden, um die Erinnerungsdämonen zu heilen. Luzide Träume sind die am engsten mit dem Tod verwandte Erfahrung, die man machen kann, solange man am Leben ist.
Der einzige Unterschied zwischen dem Tod und dem Traumerleben liegt in der Intensität der Wahrnehmung. Durch den Tod wird das, was man subjektives Erleben nennt, vollkommen objektiviert.
Luzide Träume sind eine Möglichkeit, sich darauf vorzubereiten, in dem man mit der flüchtigen Traumsubstanz arbeitet und heilende Veränderung herbeigeführt, bevor die Erinnerungsdämonen sich einnisten und nach dem Tod ihr zerstörerisches Werk tun können.
Luzide Träume schützen vor dem Schmerz, den uns die Erinnerungsdämonen zufügen, und in luziden Träumen kann man die nötige Kraft entwickeln, um die Dämonen zu besiegen

Erinnerungsdämonen 168

Im normalen Leben gewinnen die Erinnerungsdämonen Macht über uns, in dem sie Bilder aus der Erinnerung einsetzen, die Depressionen und Ängste auslösen.
In luziden Träumen gibt es keine Depressionen und keine Ängste. Wenn das geschehen wüde, wäre der Traum sofort vorbei.
Es ist nur eine Frage der Zeit, bis vollständige Heilung eintritt, aber früher oder später werden die Erinnerungsdämonen geheilt. Sie kommen jedoch immer wieder zurück, vermehren sich im Laufe der Geschichte mit Hilfe der unterschiedlichsten Persönlichkeiten und beschädigen immer wieder das kollektive Gedächtnis.

Fixierung 179 180

Fixierung ist ein Mechanismus, mit dessen Hilfe die Psyche die Spaltung aufrecht erhält, und es ist der Mechanismus den die Erinnerungsdämonen benutzen, um innerhalb verschiedener Bereiche weiter existieren zu können.
Wenn Energie fließt, wenn der Körper geschmeidig ist, wenn man leicht über ein Abgrund springen kann, dann arbeitet die Psyche auf andere Weise und das Gedächtnis kann alle abgetrennten und verborgenen Räume loslassen - damit man eins wird mit dem Rest der Psyche.

Perspektiven 180

Die höchste Kunst, die man sich selbst beibringen kann, ist die Kunst, die Perspektiven zu wechseln, die Positionen des Subjekts zu verändern.
Man muss die Aufmerksamkeit so ausrichten, dass sie für angsterfüllte Erinnerung unerreichbar ist.
Man kann dann mit Lust handeln. Eine Hilfe in diesem Moment ist, Abstand zu gewinnen und alles aus einer Entfernung zu betrachten.

Verletzung 182

Je mehr ein Mensch andere verletzt, um so größer ist die Angst, die er in seinem Innern findet. Angst entsteht vor allem dann, wenn man seine Selbstbestimmung aufgibt.
Das tun die Leute nicht freiwillig, aber sie tun es jedes Mal, wenn Sie verletzt werden. Wenn sie den Schmerz nicht als Teil ihrer persönlichen Erinnerung akzeptieren, lehnen sie die traumatische Erfahrung insgesamt ab. Sie akzeptieren sie nicht als vollständigen Teil ihres Selbst, und dann kommt ein Dämon und schnappt sie sich.
Der Dämon bekommt die Energie, dem Selbst geht sie verloren. Und schon ist eine Lücke im Gedächtnis entstanden, die von diesem Augenblick an immer als Angst empfunden wird.
Wenn man Angst empfindet, spürt man die Lücke zwischen dem, was man als akzeptierte Erinnerung kennt und dem, was zu einem dunklen Bereich in einem gehört.
Die Angst kommt immer wieder und fügt einem Schmerz zu.
Durch uns fügt sie dann anderen Schmerz zu, und dadurch wird sie das geheime Gedächtnis.

Opfer 186

Ein Mensch, der von den Ängsten erfüllt ist, wird leicht zum Opfer jeder Art psychischer Beeinflussung - er verliert in diesem Moment die Verbindung zu sich selbst, die sein einziger Schutz ist.

Erinnerung 187

Wenn man im Traum jemanden sieht, der gestorben ist, während man noch lebt, dann sieht man jemand, der gestorben ist, der aber in einem weiterlebt, der weiterhin in einem Teil der Erinnerung lebt.
Das ist die nächste Ebene der Erinnerung, die vom Traum aufgedeckt werden kann.

Lücke der Erinnerung 198

Die Lücke in der Erinnerung ist auch das, wo sich ein Erinnerungsdämonen einnistet und wächst.
Der Dämon ist ein Parasit, der unaufhörlich dazu verleitet, ihn als einen Teil von einem selbst zu betrachten, während er einem gleichzeitig Energie abzapft und dazu bringt, ihn mit weiteren Ängsten zu nähren.
Jedes Mal, wenn etwas Dramatisches geschieht, und die betroffene Persönlichkeit nicht stark genug ist, die Erfahrung als Teil seiner selbst zu akzeptieren, dann steht eine solche Lücke.
Die Psyche nimmt sie als etwas ihr fremdes war.
Wenn sich solche Erfahrungen häufen, werden sie zu einem namhaften Substrat für ein anderes Subjekt und weil dieses Subjekt durch Traumata entsteht, kann man es den Dämonen eines Traumata nennen.
Jeder ist von einem solchen Dämon besessen.

Abgespalten Erinnerung 198

Mehr oder weniger tragen alle Menschen abgespalte Erinnerungen in sich, die von Dämonen besetzt werden. Man erbt sie als Ängste und Traumata von Eltern und Vorfahren.
Die Dämonen erzeugen weitere traumatische Erfahrungen, immer und immer wieder.
Sie geben den Menschen Vorwände an die Hand, mit deren Hilfe sie es vermeiden können, sich diese Erfahrungen genau anzusehen. Sie sorgen dafür, dass Menschen plötzlich müde oder desinteressiert werden, das Thema wechseln wollen, bevor das Trauma erkannt wird.

Eifersucht, Erinnerungsdämonen 199

Erinnerungsdämonen sind durch und durch eifersüchtig. Sie kämpfen um ihre Aufmerksamkeit und wetteifern mit jeder Begabung, die ein Mensch besitzt. Sie versuchen, diese zu zerstören, damit die Person sich nur noch mit den Ängsten beschäftigt, die die Geister erzeugen.
Alles, was abgespalten ist, vergrößert mit Sicherheit die Lücke und nährt die Erinnerungsdämonen.
Sex ohne Beziehung und Verständnis tut dies mehr als alles andere.
Deswegen fühlen sich viele Menschen nach dem Sex traumatisiert.
Sie suchen nach Liebe, um ihre schmerzlichen Lücken zu füllen, aber statt dessen bekommen sie nur unvollständigen Sex, der, selbst wenn er körperliche Befriedigung verschafft, letztlich den Schmerz verschlimmert.

Bewegung durch Erinnerungsräume 202

Die Vorstellung von einer Bewegung, die durch das Gewicht gedanklicher Konstrukte kompliziert wird, gilt auch für alle Bewegungen in Erinnerungsräumen.
Um frei durch die Räume des Gedächtnisses zu gehen, muss die Bewegung so einfach wie möglich sein.
Man muss frei sein von Angst, Ärger, und Frustration, um die Stelle in der Erinnerung zu erreichen, die transformiert werden soll.
Auf dem Weg durch die Geschichte muss man eine Menge Frustrationen überwinden.

Täter 204

Die Erinnerungsräume von Tätern wird bestimmt durch Verletzungen, die sie selbst in der Vergangenheit durch die Hand anderer Menschen erlitten haben. Diese Erinnerungen können über lange Zeit hinweg unbewusst aktiv bleiben und dann, an einem bestimmten Tag werden sie stark genug, um die Identität des Menschen zu prägen.
Dann werden diese Menschen zu Verkörperungen von Erinnerungsdämonen und fangen an, anderen Menschen Schmerz zuzufügen.
Solche Menschen hören auf, freie Menschen zu sein.
Sie werden zu Repräsentanten des Traumas.

Magie, Zorn und Frust 204

Die Magie kann nicht neben Zorn und Frustration existieren, denn diese führen weg von der Magie. Um die Erinnerungsdämonen mit Hilfe von Magie zu bekämpfen, muss man zuerst seine inneren Räume von Dämonen befreien damit die Erinnerung von ihren Angriffen geschützt ist.
Luzide Träume können helfen, innerer Räume sehr schnell zu reinigen, da Bewegung ein wesentlicher Teil der Träume ist.
Die Gestalt der Swastika beschleunigt Bewegung durch die Räume der Erinnerung und begünstigt luzides Träumen.
Erinnerungsdämonen können als Bilder gesehen werden, aber diese besitzen wesentlich mehr bewusste Energie als normale Erinnerungen. Und genau deshalb verschwinden sie nicht, wenn sie entdeckt und transformiert werden, sondern binden die Qualität der Energie. Sie fangen an, einem dienstbar zu werden, nachdem man sie transformiert (besiegt) hat.
Es geht um die Transformation psychischer Energie.

Dämonen, Unberührtheit 211

Die Dämonen übernehmen nicht zuletzt wegen ihrer Unberührbarkeit, ihrer Nicht-Körperlichkeit die Macht über unseren Willen und können über uns Kontrolle ausüben.

Tod 222

Die Lehrer aus längst vergangenen Zeiten wissen um die verschiedenen Stadien, die das Bewusstsein durchläuft, wenn der Körper stirbt.
Der Kampf gegen die Erinnerungsdämonen ist das erste Stadion.
In diesem Stadium erleiden die meisten Menschen den zweiten Tod und verspielen ihre Chance auf Unsterblichkeit, weil sie vergessen, wer sie sind.
Sie lassen sich von ihren Erinnerungsdämonen in Angst und Schrecken versetzen und verlieren die Verbindung zur liebevollen Kraft der Sonne, die unserem Herzen immer nahe steht.

Trauer 232

Trauer ist ein Preis für die Beschleunigung von Erfahrungen.
Wenn man über etwas traurig ist, akzeptiert man schneller.
Eine der Funktion von Depressionen besteht darin, einem beim Akzeptieren einer Erfahrung zu helfen, die andernfalls werden sie fremd sein und weiterhin von Erinnerungsdämonen besetzt bleiben.

Aufgabe der Träume 233

Die wichtigste Aufgabe der Träume besteht darin, Erinnerungslücken zu schließen.
Das Problem ist, dass die Erinnerungsdämonen, falls sie sich bereits in der Erinnerung eingenistet haben, alles daran setzen, sie zu verteidigen.
Und ein Problem ist, dass sie in Träumen wesentlich lebendiger, aktiver und mächtiger sind als im Wachzustand.
Das hat leider zufolge, dass die Träume, wenn der ihnen gebührende Raum nicht aufgeräumt ist, häufig den Schmerz des Traumas verstärken, anstatt davon zu heilen.
Um die Erinnerungsdämonen zu besiegen, muss man über Wissen verfügen, mit dessen Hilfe man innerhalb des Traums arbeiten kann.
Es ist die Mühe wert, denn vollständige Heilung erfolgt, wenn man nicht nur die Bedeutung der Bilder verändert, sondern auch ihre Struktur.
Das geht leichter, wenn man mit Träumen arbeitet.

Muster 233

Schwieriger ist es, die Muster zu verändern, die einen im Wachzustand bestimmen.
Muster, die auf Überzeugungen beruhen, die man in der Kindheit übernommen hat. Überzeugungen, die einem klipp und klar sagen, was richtig und falsch ist, was Lob unter Strafe verdient.
In Träumen ist es viel leichter, weil in Träumen nicht alles in Gut und Schlecht, Richtig und Falsch aufgeteilt ist. Das würde nicht dem Wesen der Träume entsprechen.
In Träumen ist alles erlaubt

Unwichtige Träume 234

Eines der wichtigsten Mechanismen, mit deren Hilfe die Dämonen die Macht über unser Gedächtnis aufrecht erhalten ist, dass sie uns glauben lassen, Erinnerungen und Träume seien unwichtig.
Sie lassen uns denken: es ist ja nur ein Traum.
Das ist ein Beispiel dafür, wie raffiniert sie die Kunst der Spaltung beherrschen.
In Wahrheit ist keine Erfahrung weniger bedeutungsvoll als die anderer. Träume sind nicht weniger wichtig als andere Erfahrungen. Sie sind anders, aber sie sind ein Teil der ganzen Psyche

Prozess der Transformation 236

Was ist zu tun, wenn Schamanen die Seele der Toten begleiten. Man kann es auch als personale Transformationen oder mit einem andern Ausdruck bezeichnen, der weniger Angst macht.
Der Prozess der Transformation findet nur in jener Wirklichkeit statt, in der interne und externe Räume identisch sind, und es keine mentalen Barrieren begibt, die beide Bereiche voneinander trennen.
Es ist nicht unbedingt ein Traumzustand.
Es ist ein ganz besonderer Zustand in dem man eintreten kann, wenn einem der Raum der Träume und der Raum der Erinnerung offen und klar ist und wenn man sich in beiden Räumen frei bewegen kann.
Es ist der Erinnerung überlassen, welche Bilder er herauf beschwört, um die Heilung herbeizuführen. Die Erinnerungsbilder werden die Träger der Transformation sein, aber die Auswirkungen der Veränderungen werden weit über ihre persönliche Erinnerung hinausgehen.

Wahrnehmung und Seele 249

Weil die meisten Menschen im Laufe ihres Lebens nichts über das Leben nach dem Tod erfahren, ist für sie der physische Tod gleichbedeutend mit der Auslöschung der individuellen Wahrnehmung. Dabei darf man Wahrnehmung nicht mit Seele verwechseln. Wenn spirituelle Überlieferung behaupten, dass die Seele unsterblich ist, dann stimmt das. Für viele ist der Körper das Medium der Wahrnehmung, und die körperliche Wahrnehmung endet mit dem Tod.
Da die uralten Mysterien, die die Heilung im Leben nach dem Tod und den richtigen Übergang des Bewusstseins ins Leben nach dem Tod lehrten, in Vergessenheit geraten oder verborgen sind, müssen die meisten Menschen im Tod einen sehr schmerzvollen Prozess der Zerstückelung durch ihre Erinnerungsdämonen erdulden.
Das letzte Stadium ist die grundlegende Manifestationen all dieser Empfindungen.
In dieser Halle ist die Empfindung Schmerz. Man muss die Halle durchqueren, um das Ziel zu erreichen.
Es gibt noch weitere Hallen, in denen anderer Empfindungen erlebt werden. Man darf sich nicht vom Verstand verwirren lassen.
Das Leid, dass man hat, hat nichts mit irgendeiner bestimmten Person zu tun, aber es besitzt eine persönliche Geschichte. Es hat mit dem zu tun, worauf die Aufmerksamkeit der Menschen während ihres Lebens in erster Linie gerichtet war.

Sünde 251

Das Hauptmerkmal der Sünde ist nicht ihre moralische Beschaffenheit, sondern ihre Fähigkeit, die weitere Entwicklung zu verhindern und Wege zur Veränderung zu blockieren.
Alle großen Sünder handelten als Personifikationen ihrer Erinnerungsdämonen: in ihrer Wahrnehmung waren sie auf den Gegenstand ihrer Sünde fixiert, ob es Gier, Lüsternheit, Neid oder Zorn war. Diese unterschiedlichen Eigenschaften bildeten einen Damm, die die Entwicklung und die Transformation des jeweiligen Menschen verhinderte. Und das hat den Prozess der Spaltung und der Förderung in Gang gesetzt. Als diese Menschen starben und ihre Körper zervielen, war ihre Wahrnehmung in ihrer Sünde und in ihrem Trauma gefangen und so starben sie einen zweiten Tod, der ihre individuelle Wahrnehmung schließlich auslöschte.
Nach dem zweiten Tod hört ihr individuelles Selbst auf zu existieren.

Opfer und Tod 266

Um ein echtes Opfer zu bringen, muss man wissen, wann der richtige Zeitpunkt dafür gekommen ist. Das ist sehr wichtig.
Der richtige Zeitung ist gekommen, sobald man erkannt hat, dass der Tod eingetreten ist. Niemand kann dieser Erkenntnis entrinnen, wenn der Tod gekommen ist. Und man weiß, das er zu einem kommen wird. Man sollte also zu Lebzeiten sehr gut aufpassen, damit man etwas lernen kann, was einem dabei hilft.
Sobald man erkennt, dass es der Tod ist, dem man ins Auge sieht, hat man Zeit, das letzte Opfer zu bringen und sich selbst von allen Ängsten zu befreien.
Man muss alles von sich aufgeben, alles aus dem bisherigen Leben, jede einzelne Erinnerung, auch die, die einem gerade in diesem Augenblick unglaublich teuer ist - und dem wirklichen Selbst opfern, dem göttlichen Wesen, das schon immer im Herzen existiert hat, und das jetzt bereit ist, dieses Opfer anzunehmen.
Man muss seine Persönlichkeit mit all seinen Gewohnheiten, sein Sorgen und Ängsten seinem Wunsch, alles umzukehren und in der sich entfernenden Welt zu bleiben, zusammenfassen und der wunderbaren und liebevollen Kraft schenken, die im Herzen eines jeden Menschen lebt.
Und die große Mutter, die in jedem Herzen lebt, weil sie allen das Leben geschenkt hat, wird jeden mit ihrer liebevollen Gegenwart umfangen, und niemand wird mehr Angst haben, in den Tod einzutreten.
Wenn der Mensch sich im Tod an ihr Gesicht erinnert und sie bittet, in zu erlösen, wird sie seine Existenz ewig währen lassen.

Subjektive und objektive Erfahrungen 283

Der einzige mögliche Unterschied zwischen so genannten subjektiven und objektiven Erfahrungen besteht in der unterschiedlichen Perspektive der Betrachtungen.
Für normale Menschen gibt es einen riesigen Unterschied zwischen inneren und äußeren Erfahrungen, und als objektiv betrachten sie allein das, was sich auf der äußeren Ebene abspielt.
Das ist so, weil diese Menschen nicht darin geschult sind, die innere Wirklichkeit zu erkennen, zu der auch Träume gehören.
Ein Kind entwickelt nur diejenigen Wahrnehmungsmuster, die in der Gesellschaft üblich sind. Im Laufe ihres Lebens lernen die Menschen, ihre Wahrnehmung der je in ihrer Mitmenschen anzupassen und die Wirklichkeit auf dieselbe Weise zu sehen wie die anderen.
Wenn sie sich schlafen legen und in den Traumzustand eintreten, sind sie allein gelassen, und wenn sie keine spezielle Schulung erfahren haben, wird ihrer Traumwahrnehmung sehr schwach. Traumerfahrungen sind weniger greifbar, weil ihnen weniger Aufmerksamkeit zuteil wird. Sie nennen sie subjektiv und halten sie für nicht wirklich.
Wenn ihn also gesagt würde, das andere Menschen dieselben Bilder gesehen und dieselbe Wirklichkeit erfahren haben wie sie, dann würden sie erleichtert aufatmen und anfangen, ihr Traumerfahrungen als wirklich zu erfahren.
Man braucht viel Kraft um zu begreifen, dass die Bedeutung von Wirklichkeit und von Erfahrungen nicht davon abhängt, dass andere sie auch so sehen, sondern dass sie mit der Fähigkeit verbunden ist, die ganz tief liegenden Muster der Transformation in einem zu erreichen und zu aktivieren.
Man kann seine inneren Erfahrungen, vor allem seine Träume objektivieren, in dem man übt, sich vollkommen auf sie zu konzentrieren und sich dadurch von den angezogenen kollektive Interpretationsmustern zu befreien.


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